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Wir alle sind verkappte Zombies ohne eigenen Willen

10.05.12

  10:32:00, von schnasti, 401 Wörter  
Kategorien: Politik, Brot und Spiele, Medienmanipulation, Gesellschaft

Wir alle sind verkappte Zombies ohne eigenen Willen

In vielen Diskussionen rund um die Meinungsbildung und Manipulation kommt man zu dem Schluss, dass Manipulation nicht in dem Maße funktioniert, sodass der Mensch komplett fremdgesteuert umher wandelt. Natürlich ist eine gewisse Normalität und Fremdsteuerung im Alltag ein muss. Nur wie stark werden wir per Knopfdruck ferngesteuert?

Ich sage: Wir sind komplett abhängig und fremdgesteuert! Der Grund liegt auf der Hand. Der Umkreis in dem ein Mensch agiert beläuft sich in einem vorgebenden Schema, was aus gewissen begrenzten Handlungen und Ereignissen besteht. Der Alltag allgemein ist ein infantiles Gebilde aus Monotonie, Oberflächlichkeit und obrigkeitshöriges Handeln, wobei der Begriff Zombie noch zu frugal gewählt ist. Ein fest programmierter Roboter trifft das Ganze hier eher.

Wenn wir früh morgens aufwachen, fängt das sich nicht zu deinstallierende Programm an in unserem Hirn seinen Dienst zu tun. Schritt für Schritt läuft es die jeweiligen einprogrammierten Punkte durch. Jeder Wochentag gleicht dem anderen; jedes Wochenende und jeder Urlaubstag ebenfalls. Es gibt selten eine Ausnahme in der Reihenfolge der abzuarbeitenden Punkte. Niemand kann sich diesem Programm entziehen. Wir alle sind in dieser Endlosschleife gefangen, ohne Hoffnung, diese jemals verlassen zu können. Egal was wir tun, es wurde vorher zeitlich festgelegt.

Wegweiser und Installateure für unsere Handlungen und Ereignisse sind demnach nicht wir selbst, sondern Ideologien, welche einer Religion gleich kommen. Wer dazu religiös im Sinne einer Anbetung agiert und lebt, ist doppelt gefährdet. Hier werden noch mehr Pflichten und Handlungen installiert, die vermehrt die roboterhafte Verhaltensweise verstärkt. Die Anbetung eines Gottes ist zugleich die Hörigkeit gegenüber einer gehobenen Person, weshalb unser gesellschaftliches Handeln und Denken ebenfalls auf diesem Muster von religiösen Schemen aufgebaut ist. Alles muss penibel nach einem bestimmten Zeitplan ablaufen. Wir halten täglich mehrere Riten ab, um gesellschaftlich konform zu funktionieren. Immer und vor jedem Ereignis sind wir bestimmt, uns gesellschaftlich herauszuputzen. Alles muss nach dem Maßstab der ideologischen Korrektheit ablaufen, die uns über Jahre durch ständige Wiederholung eingetrichtert wurde.

Und genau diese eingetrichterten, ideologischen Maßstäbe machen uns zu indoktrinierten Robotern ohne eigenen Willen. Der eigene Wille hat keinen Platz in einer religiösen Doktrin. Wer sich widersetzt, wird ausgestoßen. Wer nicht die Regeln befolgt, ist ein abtrünniger Frevel, der den zahmen ideologischen, sich korrekt verhaltenden Roboter an die Wäsche will. Das brave Bürgertum, was weiterhin täglich die Wiederholungen ihrer Könige in sich aufsaugt, wird auch weiterhin ein Wiedergänger-Dasein inne halten, auch wenn täglich die Phrase verbreitet wird, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist.

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