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Meißen Hochwasser 2013 ? Sollen Hartz-IV-Empfänger zur Zwangsarbeit verdonnert werden?

08.06.13

  15:17:00, von schnasti, 559 Wörter  
Kategorien: Satire

Meißen Hochwasser 2013 ? Sollen Hartz-IV-Empfänger zur Zwangsarbeit verdonnert werden?

Mal von den hohen Schäden und den emotionalem Elend vieler Betroffener abgesehen, so hat das Hochwasser 2013 enorm viel Gutes mit sich gebracht. Nicht nur das viele Menschen ein paar Tage extra frei hatten und somit ihre geistige Verwahrlosung weiter vorantreiben konnten, so fördert die Flut noch weitere unfreiwillige Maßnahmen, die die Bürger zu gern von ihren Herrenmenschen hören würden.

Das Hochwasser geht, aber die Zerstörung und der Schmutz bleibt. Vereine, Selbständige, Unternehmen und vor allem Städte selbst stehen vor einem Problem, was sich Arbeitskräftemangel nennt. Und das bei leeren Kassen, welche natürlich schon lange vor dem Hochwasser abgesoffen waren, jene jedoch durch Pump, Fördergeldern und stattlichen Subventionen sowie Eigenbetrieben am laufen gehalten werden. Jene Eigenbetriebe, denen nach Arbeitskräften dürstet, obwohl gar keine Arbeit da ist - oder wenn es Arbeit gibt, dann zumindest auf Kosten regulärer Stellen, da diese ja angeblich so überaus teuer sind.

Doch es gibt einen Ausweg aus der De Misere. Hartz-IV-Empfänger sind die rettenden Engel von unten aus den tiefen der Hölle. Faule Nichtsnutze, so wie sie oft in einschlägigen, pseudo- religiösen Herren-Zeitschriften genannt werden, sind jetzt mehr gefragt als vorher. Ihre angestaute Arbeitskraft, welche durch die Summenformel C2H6O und C10H14N2 extra verstärkt wurde und immer noch wird, kann nun umgewandelt werden in pure Lebensfreude. Endlich Vollbeschäftigung für Millionen von Menschen! Endlich wieder Arbeiten, ohne dabei etwas zu verdienen, was ja der gebeutelte Arbeitslose trotz Arbeit kennen dürfte. Endlich wieder aktiv werden und einen Sinn im Leben sehen. Keine elendigen Pseudo-Soaps mit Verdummungsfaktor mehr. Juhu, endlich frei von allem, aber vor allem frei von Lohn und Brot! Von der Würde ganz zu schweigen.

Also, warum geben wir allen Arbeitslosen nicht eine Schaufel, besser eine kleine Kinderschippe, damit sie länger beschäftigt sind, in die Hand und lassen sie aufräumen? Ein Sieb zum Filtern des Elbwassers, damit es unten im Norden etwas sauberer ankommt, wäre auch eine äußerst effektive, aber auch sehr interessante Tätigkeit. Bei dem warmen Wetter benötigt man hier auch keine großen Maßnahmen, welche mit viel Geld verbunden sind. Jene Arbeitslose werden an Stricken wie ein Netz zusammengebunden und von einer Elbseite auf die andere gespannt, wobei jeder ein Sieb ins Wasser hält. Durst und Hunger kann durch das Wasser selbst und durch vorbei schwimmende Essensreste - oder notgedrungen durch Fäkalien erfolgen. Ich mein, Ansprüche können diese Menschen eh keine mehr stellen, oder?

Aber Ernst beiseite. Presse, Politik, aber vor allem unsere Wirtschaft und Gesellschaft selber, sind nicht abgeneigt von diesen Ideen. Gerade die Angeklagten selbst, die jeglichen Sinn in ihrem Leben und jegliche Würde abgelegt haben, würden sich zu solchen Maßnahmen hinreißen lassen. Das heißt nun natürlich nicht, dass die Arbeiterschaft einen Sinn im Leben sieht. Diese ist nur angepasst und sieht ihren Sinn in der Befriedigung von Bedürfnissen anderer, aber nicht ihrer eigener. Dieses Handeln Projizieren sie jedoch auf andere. Die anderen werden dann verteufelt und angeklagt, weil sie nicht so funktionieren wie die Mehrheit, die ja alle Last stemmt. Dies bekommen die Outlaws natürlich zu spüren und tun irgendwann alles, um dieser Projektion nicht mehr zu entsprechen. Jene die andere Anklagen sind jedoch ärmer dran als alle anderen. Es ist die Masse, die alle Last auf sich nimmt, nur um nicht in das tiefe Loch der Hoffnungslosigkeit zu fallen, was sich Endstation Jobcenter schimpft. Sie werden alles tun, und das um jeden Preis, um ihren Status zu bewahren. Sie sind die Sklaven ihrer selbst.

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