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Guten Hunger: Die Leiche Gaddafis zum Frühstück, Mittagessen und zum Abendbrot

26.10.11

  14:55:00, von schnasti, 390 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Politik, Satire, Medienmanipulation, Gesellschaft

Guten Hunger: Die Leiche Gaddafis zum Frühstück, Mittagessen und zum Abendbrot

Sind wir eigentlich schon wieder so weit, dass es nötig ist, dem Volk tote Menschen als Trophäe zu präsentieren, damit dieses bildlich begreift, wer hier die Hose an hat, oder wie sind solche Machtorgien in den Massenmedien zu begreifen?

Täglich, und das zu jeder Stunde, erscheint ein neues Foto von dem toten, mit Blut überströmten Ex-Machthaber von Libyen, Muammar al Gaddafi, auf den Titelseiten. Zwischen Heidi Klum, Bauer sucht Frau und Bushido, tummeln sich freudige Nachrichten über einen erst kürzlich erschossenen Menschen, von dem wir nur über das Sprachrohr der Regierung, also den Medien, wissen, dass dieser nach Osama bin Laden der Luzifer in Person darstellte und nun endlich sein Fett abbekommen hat. Wie als wollte man sagen: ?Aufgepasst! Wer sich gegen uns auflehnt, dem geschieht das selbe?. Denn damals, vor allem in der Antike, aber auch noch im Mittelalter, galten menschliche Trophäen nicht nur zum Aufzeigen von Stärke des jeweiligen Machtherrn, oder das Ausdrücken von: ?Ich kann euch beschützen? - sondern auch dazu, um Angst und Schrecken unter der Bevölkerung zu schüren: ?Meine Gegner sind auch eure Gegner ? lehnt sich jedoch einer gegen mich auf, dann hat er ja gesehen, was mit ihm geschieht.? Das hat natürlich niemand frei ausgesprochen. Schön blöd wäre derjenige gewesen. Hätte er sich damit ja selbst zum Diktatoren gemacht.

Was heute also die Medien mit wundervollen Bildern untermauern, war damals das öffentliche Vorzeigen des abgeschnittenen Kopfes eines Gegners, um klipp und klar die Machtposition zu festigen. Umso gefährlicher und größer der Gegner, was der Bevölkerung vorher durch Geschichten und Erzählungen eingebläut wurde, desto besser. So wie die jetzige Übergangsregierung den Leichnam von Gaddafi öffentlich der libyschen Bevölkerung zur Schau stellt, so tun das hier die Medien, nur eben mit tollen Bildern und aufreizenden Texten. Man hat eben das Gefühl, wir gehen nicht mit der Zeit, sondern wieder zurück. Bei dem allgegenwärtigen Geisteszustand der Bevölkerung, welcher auch immer weiter rückläufig ist, jedoch kein Wunder, da diese solche Bilder auch noch bejubelt und als Sieg für die Freiheit ansieht.

Am Ende dieser Machtorgie wird noch dezent darauf hingewiesen , dass das zur Schaustellen des Leichnam von Gaddafi beendet werden muss, da dieser ja irrtümlicherweise anfängt zu stinken. Warum legt man ihn nicht ein und geht mit ihm auf Tour durch die westlichen Länder und verlangt Geld dafür, dass die umnachtete Bevölkerung Jahrmarkts ähnliche Spielchen mit Gaddafi veranstalten darf?

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