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Die Google-Suche, die bald keine Suche mehr ist

16.03.12

  15:32:00, von schnasti, 329 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Gesellschaft, Google, Facebook

Die Google-Suche, die bald keine Suche mehr ist

Spannende Neuerungen werden in letzter Zeit über die Google-Suchmaschine veröffentlicht. So soll die Google-Suche demnächst semantischer werden. Das heißt grob gesagt, dass der Suchende durch die Eingabe einer Frage eine sofortige Antwort erhält, ohne dabei eine Webseite besuchen zu müssen. Damit die wirklich passenden Antworten für jeden einzelnen Benutzer gefunden werden, da zum Beispiel eine Maus nicht unbedingt ein Lebewesen mit großen Ohren darstellt sondern auch ein Bedienungsgerät für einen PC sein kann, werden kurzerhand alle gesammelten Daten und Auswertungen über den Nutzer dafür genutzt, um die passende Antwort für ihn zu finden. Zudem können dadurch bessere Anzeigen geschaltet werden, damit der Rubel noch ein bisschen schneller rollt als bisher.

Doch was soll die Vorgabe von vorgegebenen Antworten für einen Sinn ergeben? Dem Suchenden werden doch schon heute stupide Ergebnisse auf der ersten Seite angezeigt, wobei stupide Fragen des Fragenden beantwortet werden. Es hat den Anschein, als will Google hier nur weiter den Gürtel enger schnallen und einen weiteren Dienst schaffen, um den Nutzern die Moneten aus der Tasche zu ziehen. Man spricht bei der Verwendung dieser semantischen Suche nämlich von einem Suchaufkommen von 20 Prozent, das in dieses Schema fallen könnte. Am Ende ist das Frage und Antwort Spiel ein Vorwand, um neue Strategien der Kapitalvermehrung voranzubringen. Vielleicht werden die Nutzer auch langsam resistent gegen die üblichen Anzeigen und es muss ein neuer frischer Wind durch die Google-Suche wehen.

Jedenfalls hat die Suche im Großen und Ganzen nicht mehr viel mit einer tatsächlich freien Suche zu tun. Google-Instant, was stellenweise das Suchwort komplett in etwas anderes umformt, ohne das es der Suchende merkt, der Einheitsbrei des Google-Panda-Updates und jetzt ein Frage und Antwortspiel, was allenfalls der Vermarktung dient. Vielleicht sind wir ja dann bald soweit, dass wir gar nicht mehr erst eine Suchwort eingeben müssen und Google von vornherein sagt, was wir überhaupt suchen, aber vor allem kaufen sollen. Die Google-Suche sowie viele andere Dienste verkommen langsam zu Lehrveranstaltungen, in denen kleine Kinder erzogen und große umerzogen werden sollen.

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