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Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen resultiert aus der Frustration nicht anerkannt und geliebt worden zu sein

27.06.13

  10:44:00, von schnasti, 630 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Politik, Gesellschaft

Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen resultiert aus der Frustration nicht anerkannt und geliebt worden zu sein

Was hören wir ständig über immer mehr Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen. Sich prügelnde Mädchen, womöglich noch gefilmt mit dem Handy, wird das Geschehen noch stolz auf youtube oder auf dem Pausenhof präsentiert. Auf der Straße pöbelnde elfjährige Möchtegern-Gangster, die auf dem Weg zur Schule mit Kippe im Mund und Bierflasche in der Hand ältere oder gleichaltrige Mitmenschen drangsalieren. Alles Einzelfälle? Mitnichten. Gerade in Problemvierteln sieht man Kinder, die jeglichen Respekt vor sich und anderen verloren haben. Da sind Prügeleien und aggressives Verhalten an der Tagesordnung.

Diese Verhaltensweisen sind zwar auch gängiges Thema in verschiedenen TV-Sendungen, aber dabei dreht es sich ständig nur um jene Taten und nicht um den Auslöser der Aggression. Das die Betroffenen oft ein kaputtes Elternhaus bewohnen, wird zwar erwähnt, dennoch fehlt der auslösende Faktor. Den Zuschauer wird somit nur eine asoziale Familie präsentiert, die von nichts eine Ahnung hat und an all ihren Frustrationen selbst schuld hat und es dabei nicht verwunderlich ist, dass dies an die eigenen Kinder weitergegeben wird. Doch das Problem liegt tiefer, wie so oft. Die Fragen, die ich mir gestellt habe: Woher kommt die Frustration und was löst diese aus?

Als erstes kann man sagen, dass jene Eltern, welche ein aggressives Verhalten bei ihren Sprösslingen beobachten, dies vielleicht wahrnehmen, aber eben nicht einordnen können; es ihnen egal ist - oder selbst tiefgreifende Probleme mit sich selbst hegen - wobei das eigene Verhalten, also die Erziehung, dass eigentliche Problem und der Auslöser für die Aggressionen darstellen. Nicht oft übernehmen Eltern den Erziehungsstil ihrer eigenen Eltern, obwohl sie doch eben gerade nicht das eigene Leid aus der eigenen Kindheit auf ihren Sprössling übertragen wollen. Oder, wenn dies vorliegt, wird das übertriebene Gegenteil, die Überbehütung, vollzogen, die fast den selben Effekt wie Vernachlässigung oder Misshandlung bewirkt. Jedoch ist die Konditionierung der eigenen Eltern oft so groß, dass eben genau diese Erziehung bei den eigenen Kindern vollzogen wird.

Nun sind wir schon beim eigentlichen Problem angelangt: Vernachlässigung oder Misshandlung, Respektlosigkeit an der Person oder dem Geschlecht, Erniedrigung, Spot oder Verachtung, im schlimmsten Fall alles zusammen. Das sind die Grundpfeiler für eine tiefgreifende Aggression, welche eine tiefgreifende Frustration auslöste. Dazu müssen wir wissen, wie eine Frustration entsteht. Der Mensch hat von Geburt an gewisse Grundbedürfnisse. Kinder sind auf ihre Eltern fixiert und erwarten unbewusst Sicherheit, Liebe und Anerkennung. Werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, oder je nachdem in welchem Maße vernachlässigt, desto mehr oder weniger entsteht eine Frustration. Eine Frustration ist eine nicht befriedigte Erwartungshaltung, hier in diesem Fall die Nichterfüllung von Bedürfnissen durch die Eltern. Diese Frustration hat dann Angst, Wut und Aggression zur Folge, natürlich bedingt an der schwere der seelischen Störung des Kindes. Diese Faktoren ziehen sich durch die gesamte Kindheit, Jugend und dem Erwachsensein, wobei das soziale Umfeld Linderung verschaffen kann. Jedoch ist das soziale Umfeld durch die Aggression, durch das zusammenpferchen (Problemviertel) und der Angst intakter Familien vor der Unterschicht eher auf Gleichgesinnte vorbestimmt.

Man könnte auch sagen, diese Kinder waren zu früh, oder schon immer, auf sich alleine gestellt und hatten keinen wirkliche Halt. Sie fühlen sich nicht nur von ihren Eltern missverstanden und ungeliebt, sie übertragen diese Haltung auch auf ihre Umwelt und Mitmenschen. Eigentlich verständlich, da sie es weder anders gelernt noch kennengelernt haben.

Und was lesen wir als riesengroßen Aufmacher in den Medien? ?Deutschland schafft sich ab? von Thilo Sarrazin, der Hass, Wut und Aggression noch verstärkt. Der die Spaltung weiter vorantreibt. Der sozial schwache Familien und Migranten als Schmarotzer und Verschwender tituliert. Aber warum sie so handeln schiebt man schlicht auf die Gene, wobei dieses Verhalten hausgemacht und gewollt ist. Denn genauso muss die Unterschicht funktionieren, damit wir mit dem Finger auf sie zeigen und die Schuld von uns weißen können, obwohl wir es sind, allen voran die Politik und die Wirtschaft, die diese Missstände unterstützen und vorantreiben.

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