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25.04.12

  10:17:00, von schnasti, 329 Wörter  
Kategorien: Politik, Wirtschaft, Medienmanipulation, Gesellschaft

Divide et impera - Die Maßregelung und Diskriminierung von Hartz-IV-Empfängern

Die Diskussion um das Betreuungsgeld ist nach dem Bekanntwerden, dass ALG-II-Epmfänger dieses voll angerechnet bekommen, voll im Gange und wird geführt in einer Art und Weise, wie wir es aus Zeiten von Arno Dübel kennen. Dabei geht es weniger um die Frage, ob dieses Geld gerechtfertigt ist oder nicht, sondern darum, wie Meinungsmache funktioniert und wie sich das Individuum Mensch politisch und gesellschaftlich lenken lässt.

Wenn man sich die Pressemitteilungen aus dem Propagandaministerium, also der dpa und anderen Agenturen, so durchließt, dann läuft es mir stellenweise aber gewaltig kühl den Rücken runter. Vermittelt wird dort wieder einmal das Bild vom allgemein gefährlichen, faulen und dummen Nichtsnutz, der Kinder zeugt, nur um Gelder vom Staat abzufassen. Zudem kann ein Leistungsempfänger nicht mit Geld umgehen.

Zitat: ?Einige der Kritiker befürchten Fehlanreize, da manche Eltern sich wegen der Barleistung dafür entscheiden könnten, ihr Kind nicht in eine Krippe zu geben. Dabei würden gerade Kinder aus prekären Verhältnissen vom Besuch einer solchen Einrichtung besonders profitieren.? und ?Hartz-IV-Empfänger sollen nicht von dem geplanten Betreuungsgeld profitieren.? (Quelle: Zeit Online)

Hier wird ebenfalls implizit suggestiv der Leistungsempfänger gemaßregelt und an den Pranger gestellt. Unterbelichtete Eltern sollten doch die Erziehung lieber anderen Personen überlassen. Das profitieren bedeutet hier, dass mittellose Dummbatzen dieses Geld nur für unnütze Dinge ausgeben würden. Nach der Arno-Dübel-Kampagne sind dies in den vernebelten Hirnwindungen der Masse Drogen wie Nikotin und Alkohol und hier deshalb nicht einmal mehr erwähnenswert.

Ganz gekonnt, oder eher weniger, wird hier das Thema Betreuungsgeld missbraucht, um Politik zu machen. Die leidtragenden sind die Kinder, die dieses Geld mehr als nötig hätten. Die Richtung im Umgang mit diesem Thema in der Zukunft ist ebenfalls ganz klar und deutlich. Leistungen ohne Gegenleistung hat der Hilfeempfänger bald keine mehr zu erwarten. Das Ziel: ?Arbeit um jeden Preis? rückt immer näher. Um dies gesellschaftsfähig zu machen, muss das Böse heraufbeschworen werden und der Fingerzeig reflexartig funktionieren, damit sich Mitleid verflüchtigt und die Betroffenen die alleinige Schuld an dieser Misere tragen.

Divide et impera!

24.04.12

  09:29:00, von schnasti, 372 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Politik, Satire, Medienmanipulation

Sind Piratenanhänger genauso verblendet wie damalige NSDAP-Wähler?

So langsam hat man das Gefühl, dass die Piraten mit ihren äußerst merkwürdig anmutenden Aussagen auf Medienfang gehen. Mit dämlich kindischen Äußerungen, wie vor kurzem Fraktionsgeschäftsführer der Berliner Piraten Martin Delius, der den rasanten Aufstieg der Piratenpartei mit den der NSDAP verglich, erhascht die Piratenpartei immer mehr populäre Artikel in den Zeitungen. Den Anhängern sind die Vorwürfe egal.

Die Anhänger der Piratenpartei sehen in diesen Berichten den simplen Kreuzzug der ängstlichen Elite gegen die Piraten, die durch den rasanten Aufstieg derer ihre Macht davon schwimmen sehen. Deshalb sind die Medien nur darauf aus, die junge und erfolgreiche Partei mit Nazi-Vergleichen zu dämonisieren. Ausschließen kann man dies nicht, aber die Medien demontieren mit diesen Berichten keinesfalls die Piraten, sondern stärken diese noch, in dem durch den ständigen Nazi-Vergleich die Partei für andere Wählergruppen interessant gemacht wird.

Sind die Piraten eine Abwerbepartei?

Trügt der Anschein, wenn ich jetzt schreibe, dass die Piratenpartei eine Abwerbepartei für die links und auch ein wenig für die rechts orientierten Wähler darstellt? Ein Blick nach Frankreich zeigt, dass die erste Runde der Präsidentschaftswahl der rechts orientierten Front National unter Marine Le Pen enorme Wachstumszahlen aufweist. Sozialist Hollande und dessen Parti Socialiste (PS) scheinen sogar auf dem Weg der Machtergreifung in Frankreich zu sein. Mal davon abgesehen das diese Rechts-Links- Spielchen nichts an dem geradlinigen Weg der EU und des Kapitals ändern würden.....(oder vielleicht doch?) Doch was macht eigentlich die französische Piratenpartei Parti pirate? Diese scheint in Frankreich nicht solch ein Ansehen zu genießen wie hier in Deutschland. Dort gibt es keine Jubelorgien in den Medien über zweistellige Umfragewerte.

Wäre die Piratenpartei ein wirklicher ernstzunehmender Gegner.....

?..dann würde nicht solch ein Aufriss um diese Partei gemacht. Gerade die Piratenanhänger bezichtigen die Medien der Manipulation, was nicht unbedingt falsch ist, nur sind sie genau dem Problem aufgesessen. Sie selbst sind die Spielbälle, mit denen das Spiel fortgeführt wird, in dem Sie sich dem Strom der infantilen Protestbewegung, der Schwarmdummheit, anschließen und glauben, dass jetzt die Stunde der Wahrheit geschlagen hat. Der naive Gruppenzwang, der steil degenerierende Parteizwang, der zur Partei ergreifenden Denkweise führt, lässt den eigenen Geist verkümmern und naive Parolen aufleben. Und hier kann man wirkliche Parallelen zur NSDAP ziehen. Die Anhänger waren damals genauso verblendet, wie einige Piratenanhänger heute.

20.04.12

  15:50:00, von schnasti, 445 Wörter  
Kategorien: Satire, Brot und Spiele, Gesellschaft

Der Rachefeldzug der emanzipierten Frauen

Eines muss man(n) Familienministerin Schröder lassen. Sie hat mit ihrem Buch und ihrem Denken ihren weiblichen Kollegen eines voraus und zwar Grips. Genau deshalb ist auch die Reaktion der Presse- sowie Politlandschaft negativ angedacht und eine Demontage von Frau Schröder von Nöten. Wer den Weg der Inszenierungen verlässt, gilt als Schwarzmaler und Negativdenker. Kritisch sein, gerade im Umgang mit dem Thema Gender-Mainstreaming, ist ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien der Neuzeit.

Dabei ist es doch offensichtlich, dass das Presse- und Politprogramm Feminismus ein Konstrukt darstellt und in die Hirne der wandelnden Wiedergänger eingepflanzt wird. Eine Doku-Soap sowie Gerichtsshow zugleich, wo Mann als eines der schlimmsten Monster ohne Verstand darstellt wird. Ein kleiner Hitler, der keine Juden, sondern Frauen hasst und ihnen nur das schlimmste wünscht. Unterdrückung, Ausbeutung und Unterwerfung ist des Mannes Anliegen an die damalige und heutige Frau.

Das Problem: viele Frauen glauben diesen Blödsinn. Dies äußert sich beispielsweise in der Weigerung der Namensübernahme bei der Heirat. Erst vor kurzem nannte ich meinen Cousin bei seinem alten Familiennamen. Dieser war noch nicht fertig ausgesprochen, schon kam eine äußerst penetrante Rüge seiner Frau. Im Grunde ist es vollkommen egal welchen Namen Mann oder Frau annimmt, darum geht es nicht. Es geht schlicht um dieselbe hierarchische Stellung, die viele konstruierte Emanzen heutzutage einnehmen wollen. Den Zepter der Macht in der Hand halten und diesen bei Bedarf auch mal schwingen können. Ein schönes Gefühl ist es, andere zu führen, zu erniedrigen und gegebenenfalls zu brechen, sodass das Opfer in der Abhängigkeit des Herrschers sich im Kreise dreht und kein Entkommen möglich ist. Das Resultat ist ein folgsamer, nichtssagender seniler Abnicker, der in einer Blase dahinvegetiert.

Doch nicht nur das ist das Resultat der eingebrachten, konstruierten Emanzipation der Frau in unsere Gesellschaft. Frau muss auch flexibler und wertvoller werden. Frau soll nicht zu Hause sitzen und das Kind erziehen, Essen kochen und auf ihren Mann warten, sondern ebenfalls Karriere machen und Geld erwirtschaften. Das Kind ist in staatliche Umerziehungslager zu stecken oder in Hände eines Schulabbrechers zu geben, der eine mehrwöchige Schulung zum Tagesvater absolviert hat. Ja, unsere neuen Erzieher und Erzieherinnen laufen kein Studium mehr durch, sondern werden in ein paar Wochen umgeschult. Der Staat kann sich Kitas schlicht nicht mehr leisten. Die Privatisierung spart und schafft Arbeitsplätze. Origineller ausgedrückt: Es werden teure Arbeitsplätze eingespart und billige geschaffen. Was kann schon ein kleiner Hauptschulabgänger großartig an Gehalt verlangen?

Gewinnbringend und nützlich ist meiner Meinung diese Orgie der Emanzipation. Zum anderen ein Rachefeldzug der ewig Unterdrückten. Denen kann man es vielleicht nicht einmal verübeln. Damals vom Vater geknechtet, unterdrückt und zum schweigen verdonnert, so kommt heutzutage ein verweichlichter Lückenbüßer gerade recht, um die damalige schwere Zeit zu verarbeiten.

18.04.12

  10:14:00, von schnasti, 350 Wörter  
Kategorien: Satire, Gesellschaft

Das Leid der optimistisch Indoktrinierten

Ich kann es nicht mehr hören: ?Du bist zu pessimistisch eingestellt. Deine Negativhaltung macht alles nur noch schlimmer, da du dadurch keinen Spaß mehr am Leben hast und voreingenommen an Dinge herangehst.?

Diese Einteilung stößt bei mir klar und deutlich auf eine optimistisch satirische Negativhaltung. Denn egal ob Optimist oder Pessimist: es gibt Höhen und Tiefen im Leben und das weiß auch ein Pessimist wie ich! Ich bin wahrlich ein Pessimist und stehe dazu. Doch deswegen renne ich nicht trauernd und heulend durch die Gegend wie beispielsweise ein Emo. Pessimismus macht mir Spaß und verleiht mir bei Höhen und positiven Erlebnissen eine große Freude und bei negativen Ereignissen eine gesunde kritische Haltung. Der Optimist hingegen frisst jeglichen Frust in sich hinein. Seine Positivhaltung macht ihn anfällig für jegliche Art von Ausnutzung. Optimisten sind oft im Kern und im Geist unausgeglichene Pessimisten, die ihre kritische Haltung verlernt haben und nur physisch optimistisch agieren.

Optimisten hinterfragen nicht, sondern machen einfach. Wie ein Pferd ziehen Sie Lasten hinter sich her. Werden diese Lasten immer mehr und schwerer, setzt es optimistische Peitschenhiebe des Kutschers. Die Fahrt, in der die Lasten immer schwerer werden, ist lang und der Optimist degeneriert immer weiter bis zu der pessimistischen Denkschwelle, wo er glaubt, sowieso nichts mehr ändern zu können an seinem Schicksal. Deswegen ist das positiv pessimistische Denken der Optimisten der einzige Halt im Leben, um nicht komplett den Verstand zu verlieren. Es ist eine Art Schutzmechanismus.

Schützen muss sich der geradlinige Optimist auch vor den Folgen des kritischen Denkens und Hinterfragens, zumal ihm oftmals sowieso die Zeit dazu fehlt. Die Woche ist verplant mit Arbeit und Unterhaltung, das Wochenende mit Familie oder Unterhaltung in Form des Besäufnisses oder anderen Verdrängungspraktiken. Zeit für eine tiefgründige Sicht auf sein Dasein und seiner Umgebung bleibt da wenig. Der Urlaub ist ebenfalls mit Unterhaltung ausgefüllt. Weiter muss der Optimist sich davor schützen, nicht ins Abseits zu geraten. Durch das Abweichen von der Norm, schlimmstenfalls durch das Aufnehmen von nonkonformistischen Verhaltensweisen, ist der positiv optimistische Status in der Optimisten-Welt enorm gefährdet und ein Ausstoßen wäre für den seelisch pessimistischen Optimisten das Todesurteil.

16.04.12

  17:32:00, von schnasti, 640 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Gesellschaft, Facebook

Welche Wirkung hat Facebook auf unseren Alltag?

Letzte Woche befasste ich mich intensiv mit dem ?sozialen? Netzwerk Facebook und dessen wirken auf unseren Alltag. Das Ergebnis ist lustig, tratschig und etwas merkwürdig zugleich.

Dazu muss ich anfänglich dazusagen, dass ich mich nur auf meinen engsten Freundeskreis beziehe und deren Profile sowie Freunde vorher intensiv unter die Lupe nahm. Dazu war ein Abendausflug unter Alkoholeinfluss in eine Location von Nöten, um das ganze noch in der Wirklichkeit wahrzunehmen. Doch nicht nur in einem Etablissement des Besäufnisses hinterlässt Facebook seine Spuren, sondern überall im Alltag.

Sonst kannte man nur Gesichter, jetzt ihre ganze Lebensgeschichte

Wer in einer großen Stadt wohnt wird dieses Wirken vielleicht nicht ganz so intensiv wahrnehmen können, da sich alles mehr verteilt als in einer kleinen Stadt. In einer Stadt um die 20.000 Einwohner dürfte es hingegen ein Klax sein, dies selbst zu testen. So kann ein Spaziergang durch die Stadt und dessen meist bewanderten Ecken merkwürdige Bilder hervorrufen. Diese Person dort ist doch ein Freund der Freundin deines Freundes, die gestern Abend gemeinsam mit dem anderen Freund deines Freundes, mit dem die besagte Freundin deines Freundes liiert ist, eng umschlungen in dem besagten Etablissement des Besäufnisses besoffen vor der Freundin des Nachbars deines besten Freundes, welche nicht abgeneigt ist von dem Freund deiner Freundin deines Freundes, rummachten.

Auch im Supermarkt treffe ich Gesichter, die in den Freundeslisten meiner Freunde auftauchen. Sie sind einfach überall und du kannst oftmals jedes noch so kleine Detail über Sie und ihre Familie erfahren. Die wenigsten stellen ihre Daten nur ihren Freunden zur Verfügung, sondern der ganzen Welt. Das merkwürdige daran ist, dass du Name, Wohnort, Straße und Hausnummer, Vorlieben und viele andere Eigenschaften von dieser Person weißt, welche vor Dir in der Warteschlange steht und diese dich überhaupt nicht kennt, beziehungsweise nicht in der Kenntnis meines Wissens über Sie ist. Ich glaube, wenn das die besagten Personen fühlen würden, wären so einige Profile anonymisiert für Außenstehende.

Facebook ersetzt den Smalltalk

Ob jemand in deinem Freundeskreis Vater oder Mutter wird/wurde, ob jetzt jemand in einer Beziehung ist oder aus einer ausgestiegen, ob jemand eine neue Arbeit angenommen hat, erfährst du jetzt nicht mehr durch Smalltalk, sondern direkt über die Pinnwand oder Chronik des Freundes, obwohl: nennen wir ihn lieber Bekannten. Das hat was positives, da man keine dummen inszenierten Fragen mehr stellen muss, wenn ein Treffen mit dem Bekannten unverhofft von statten geht und man nicht weiß was man sagen soll. Man geht am besten gleich weiter und sagt kurz Hallo und verweist dann dezent auf die Neuigkeiten im Leben, welche detailgetreu auf der Pinnwand von Facebook der ganzen Welt offenbart werden.

Die Wirtschaft liebt die Durchsichtigkeit vieler User

Facebook ist pures Gold wert. Mit diversen Analysen von Aktivitäten, Profildaten und Vorlieben der User lässt sich so einiges anstellen. Gerade die Anpassung von Reklame an jeden einzelnen User oder Gruppen macht das Netzwerk mit dieser Masse an Nutzern so lukrativ (Weltweit 845 Millionen Nutzer ? Stand Januar 2012). Des weiteren können regionale Unternehmer gezielt auf ihr Unternehmen hinweisen. Unterhaltende Veranstaltungen brauchen zum Wochenende nicht mehr aus dem Netz gefischt, sondern können ganz gezielt und nebenbei in Facebook platziert werden. Der User braucht bald keine andere Seite mehr in seinem Browser öffnen, da sich alles auf Facebook konzentriert, wodurch es ebenfalls Unternehmen und selbst die Konkurrenz abhängig und aktiv macht. Spiele, Chats und Nachrichten sind hier nur ein paar Beispiele. So ersetzt Facebook Browsergame-Seiten, das damals sehr beliebte ICQ, Nachrichtendienste und natürlich viele andere Netzwerke wie Studie- und SchülerVZ.

Und zum Schluss die große Frage: Ersetzt Facebook auch reale Freunde?

Ich glaube, dass Facebook wirkliche Freunde nicht ersetzen kann, nichtig flüchtige Freundschaften hingegen schon, selbst wenn diese in der Freundesliste auf Facebook auftauchen. Der empathisch soziale Kontakt muss gegeben sein, sonst ist eine Freundschaft keinen Pfifferling wert, selbst wenn sie einmal wirklich bestanden hat. Freunde kommen und gehen. Daran kann auch Facebook nichts dran ändern.

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