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01.09.13

  18:08:00, von schnasti, 142 Wörter  
Kategorien: Gedichte

Die Angst vor dem Schmerz

Meine Hand trennt mit einer Schere die Nähte einer frischen Wunde auf, die daraufhin neues Blut aus dem inneren deines Körpers an die Oberfläche rinnen lässt. Ich fühle meinen Finger in dieser offenen Wunde herumstochern, ohne das du dabei Schmerzen verspürst.

Ich bin Anfangs verwirrt über deinen erloschenen Schmerz. Im Angesicht der Zeit merke ich dein dominierendes, zweites Ich, was die Oberhand über all deine Gefühle hat; das nur noch ein Gefühl kennt und zwar die Angst. Es ist die Angst vor dem verspüren von Schmerz, der dein ganzes Leben bestimmte. Der Schmerz vor dem Allein- und Verlassensein; der Schmerz der verschmähten Liebe und Zuneigung.

Die Angst vor dem Schmerz lässt dich schwinden in eine andere Sphäre. Es ist die Sphäre der Verdrängung. Diese schön gemalte Sphäre kennt keinen Schmerz, kein Glück, jedoch umso mehr Hass gegenüber denen, die dich wirklich lieben.

28.06.13

  18:07:00, von schnasti, 405 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Politik, Gesellschaft

Die muslimische Aggression?

Häufig ist die Rede von übermäßiger Gewalt muslimischer Migranten. Auch gegenüber Frauen seien viele aus dieser Bevölkerungsgruppe nicht zimperlich, was Gewalt angeht. In den Medienanstalten liegt der Grund dieser Aggressivität in der Kultur des Islam, wo der Mann der Herr im Hause ist und über alles verfügt, was sich darin befindet. Aber der wirkliche Grund für eine erhöhte Aggression wird verschwiegen. Diese liegt womöglich in dem Emporheben und verhätscheln des männlichen Geschlechts in der Erziehung. Aber dies passiert nicht nur in der muslimischen Welt, sondern, und das auch Geschlechter unabhängig, hier in Deutschland in deutschen Familien. Der Anteil der Überbehütung bei Jungen fällt religionsbezogen in der muslimischen Welt natürlich höher aus.

Aber was passiert mit den Kindern? Das Emporheben, das erfüllen jeden Wunsches, führt natürlich zu der Haltung, immer alles bekommen zu müssen und das sofort. Passiert das nicht oder unzureichend, z.b. in einer späteren Beziehung mit einer Frau oder Mann, ist Wut und Aggression nicht selten, da der Umgang mit Kritik niemals stattgefunden hat und eine Regulierung der Emotionen nicht erlernt worden ist. Zudem bewirkt die Überbehütung eine Unselbständigkeit, alles wurde dem Kind zur Hand gereicht und abgenommen, was eine fürsorgliche Ummutterung im späteren Leben bedarf.

Die Verbindung zum Islam und seiner Tradition in der Erziehung macht den Fehler, dass die Frau einen niederen Stellenwert einnimmt und sich dieser Gedanke in den Köpfen der Söhne manifestiert. Die Überbehütung ist außerdem Grund für eine Ablehnung und Abneigung der Bindungsperson. Es wird daher keine normale, emotionale Bindung zwischen Mutter und Sohn aufgebaut, sondern nur eine auf Abhängigkeit basierende Bindung. Dies passiert auch dadurch, dass viele Frauen im Islam in der Familie eben keinen so großen Stellenwert wie Männer einnehmen und im Kindesalter wohl eher emotionale Vernachlässigung erfahren haben, da die volle Aufmerksamkeit dem Sohnemann gilt, womit diese späteren Mütter ebenfalls keine adäquate emotionale Erziehung vollziehen können.

Da der männliche Sprössling nun die Umgarnung seines Geschlechts und die ablehnende Haltung der weiblichen Geschwister bemerkt, durch die nicht emotionale Bindung zur Mutter ebenfalls eine falsche Empfindung des weiblichen Geschlechts vermittelt bekommt, ist die spätere Aggression bei nicht akzeptabler Haltung der Frau nicht verwunderlich. Aber auch allgemein scheint die Aggressivität erhöht, da Kritik an der Person nicht ertragen werden kann. Auch Zurückweisung führt zu Frustration, die sich in Aggression umwandeln kann. Das alles kann auch mit nicht muslimischen Kindern geschehen, aber ist dies eben einmal eine etwas andere Erklärung wie die aus dem Mainstream in Beziehung mit dem Islam.

27.06.13

  10:44:00, von schnasti, 630 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Politik, Gesellschaft

Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen resultiert aus der Frustration nicht anerkannt und geliebt worden zu sein

Was hören wir ständig über immer mehr Aggressivität bei Kindern und Jugendlichen. Sich prügelnde Mädchen, womöglich noch gefilmt mit dem Handy, wird das Geschehen noch stolz auf youtube oder auf dem Pausenhof präsentiert. Auf der Straße pöbelnde elfjährige Möchtegern-Gangster, die auf dem Weg zur Schule mit Kippe im Mund und Bierflasche in der Hand ältere oder gleichaltrige Mitmenschen drangsalieren. Alles Einzelfälle? Mitnichten. Gerade in Problemvierteln sieht man Kinder, die jeglichen Respekt vor sich und anderen verloren haben. Da sind Prügeleien und aggressives Verhalten an der Tagesordnung.

Diese Verhaltensweisen sind zwar auch gängiges Thema in verschiedenen TV-Sendungen, aber dabei dreht es sich ständig nur um jene Taten und nicht um den Auslöser der Aggression. Das die Betroffenen oft ein kaputtes Elternhaus bewohnen, wird zwar erwähnt, dennoch fehlt der auslösende Faktor. Den Zuschauer wird somit nur eine asoziale Familie präsentiert, die von nichts eine Ahnung hat und an all ihren Frustrationen selbst schuld hat und es dabei nicht verwunderlich ist, dass dies an die eigenen Kinder weitergegeben wird. Doch das Problem liegt tiefer, wie so oft. Die Fragen, die ich mir gestellt habe: Woher kommt die Frustration und was löst diese aus?

Als erstes kann man sagen, dass jene Eltern, welche ein aggressives Verhalten bei ihren Sprösslingen beobachten, dies vielleicht wahrnehmen, aber eben nicht einordnen können; es ihnen egal ist - oder selbst tiefgreifende Probleme mit sich selbst hegen - wobei das eigene Verhalten, also die Erziehung, dass eigentliche Problem und der Auslöser für die Aggressionen darstellen. Nicht oft übernehmen Eltern den Erziehungsstil ihrer eigenen Eltern, obwohl sie doch eben gerade nicht das eigene Leid aus der eigenen Kindheit auf ihren Sprössling übertragen wollen. Oder, wenn dies vorliegt, wird das übertriebene Gegenteil, die Überbehütung, vollzogen, die fast den selben Effekt wie Vernachlässigung oder Misshandlung bewirkt. Jedoch ist die Konditionierung der eigenen Eltern oft so groß, dass eben genau diese Erziehung bei den eigenen Kindern vollzogen wird.

Nun sind wir schon beim eigentlichen Problem angelangt: Vernachlässigung oder Misshandlung, Respektlosigkeit an der Person oder dem Geschlecht, Erniedrigung, Spot oder Verachtung, im schlimmsten Fall alles zusammen. Das sind die Grundpfeiler für eine tiefgreifende Aggression, welche eine tiefgreifende Frustration auslöste. Dazu müssen wir wissen, wie eine Frustration entsteht. Der Mensch hat von Geburt an gewisse Grundbedürfnisse. Kinder sind auf ihre Eltern fixiert und erwarten unbewusst Sicherheit, Liebe und Anerkennung. Werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, oder je nachdem in welchem Maße vernachlässigt, desto mehr oder weniger entsteht eine Frustration. Eine Frustration ist eine nicht befriedigte Erwartungshaltung, hier in diesem Fall die Nichterfüllung von Bedürfnissen durch die Eltern. Diese Frustration hat dann Angst, Wut und Aggression zur Folge, natürlich bedingt an der schwere der seelischen Störung des Kindes. Diese Faktoren ziehen sich durch die gesamte Kindheit, Jugend und dem Erwachsensein, wobei das soziale Umfeld Linderung verschaffen kann. Jedoch ist das soziale Umfeld durch die Aggression, durch das zusammenpferchen (Problemviertel) und der Angst intakter Familien vor der Unterschicht eher auf Gleichgesinnte vorbestimmt.

Man könnte auch sagen, diese Kinder waren zu früh, oder schon immer, auf sich alleine gestellt und hatten keinen wirkliche Halt. Sie fühlen sich nicht nur von ihren Eltern missverstanden und ungeliebt, sie übertragen diese Haltung auch auf ihre Umwelt und Mitmenschen. Eigentlich verständlich, da sie es weder anders gelernt noch kennengelernt haben.

Und was lesen wir als riesengroßen Aufmacher in den Medien? ?Deutschland schafft sich ab? von Thilo Sarrazin, der Hass, Wut und Aggression noch verstärkt. Der die Spaltung weiter vorantreibt. Der sozial schwache Familien und Migranten als Schmarotzer und Verschwender tituliert. Aber warum sie so handeln schiebt man schlicht auf die Gene, wobei dieses Verhalten hausgemacht und gewollt ist. Denn genauso muss die Unterschicht funktionieren, damit wir mit dem Finger auf sie zeigen und die Schuld von uns weißen können, obwohl wir es sind, allen voran die Politik und die Wirtschaft, die diese Missstände unterstützen und vorantreiben.

24.06.13

  15:51:00, von schnasti, 659 Wörter  
Kategorien: Meine Meinung, Gesellschaft

Überangepasstheit

Die Überangepasstheit, oft vermittelt durch systembedingte, gesellschaftliche und mediale Verhaltensweisen, äußerst sich in einem starken Drang, gesellschaftliche und systembedingte Normen überaus sorgfältig befolgen zu müssen, ohne dabei die eigenen; und auch die Bedürfnisse von nahestehenden Personen, im Fokus zu behalten, was oft am Ende das genaue Gegenteil von der jeweiligen Erwartungshaltung bewirkt.

Ein weiterer Grund kann sein, dass betroffene Personen meinen, wenn sie nicht der Norm entsprechen, ausgegrenzt und verachtet werden und somit ein unabdingbares Streben nach Anerkennung durch übertriebene Bigotterie vollzogen wird.

Das Hauptaugenmerk liegt hier im Umgang mit dem Berufsalltag und zwischenmenschlichen Beziehungen sowie der Erziehung von Kindern.

- was muss ich tun, um sozial anerkannt und von meinem Partner bedingungslos geliebt zu werden?

- wie erziehe ich mein Kind ?artgerecht?, damit ich, die Betonung liegt hier oft ganz klar auf Ich, durch sein Verhalten nicht negativ auffalle oder sogar mein Nutzen daraus ziehe?

Das sind Fragen, die wir uns vielleicht nicht bewusst stellen, aber nach denen wir unbewusst Handeln, Erziehen und andere Bewerten, wobei durch jenes Bewerten von anderen bei jenen der Hang zur Überangepasstheit entstehen kann. Die Angst vor Ablehnung kann hier ein Auslöser sein.

Vermittelt werden uns viele Normen und Werte durch die Erziehung unserer Eltern und dessen sozialem Umfeld, sprich: unserer Familie. Oftmals jedoch, und das gerade im Erwachsenenalter, durch mediale Experten, die aus einem Grundkonzept systemrelevanter Strukturen ihre dann doch weniger kompetenten Antworten an die Bürger weiterreichen. Die Inkompetenz rührt davon, da sie selbst auf der Basis systemrelevanter Normen ausgebildet wurden und somit ihr eigenes Denken denen völlig untergeordnet haben. Ein Resultat daraus kann die besagte Überangepasstheit sein, welche sich in verschiedener Art und Weise niederschlagen kann. Das Problem dieser Haltung ist jedoch nicht die Überangepasstheit selbst, sondern der Druck und die Angst zu versagen, wenn ich nicht das erreiche oder entspreche, was andere, oft höher gestellte Personen, Freunde, Partner oder Chefs - von mir erwarten. Ich muss zeigen, dass ich es auch wert bin, akzeptiert und geliebt zu werden und tue dafür alles erdenkliche.

Doch genau diese Auffassung ist vor allem in zwischenmenschlichen und intimen Beziehung fatal, obwohl sie im Beruf nützlich sein kann, wobei auch hier die Gefahr besteht, ausgenutzt zu werden. Wirklich beziehungsreich sind solche Personen nicht, da die Angst und der Druck es dem Partner recht zu machen, unbewusst dem Partner vermittelt und dieser durch die übertriebene und gekünstelte Aufmerksamkeit in die Enge getrieben wird. Es fehlt sinngemäß einfach an Authentizität und einem Begegnen auf Augenhöhe. Ein Verstellen der Persönlichkeit führt, wenn es denn vom Partner bemerkt wird, zu Misstrauen und Unbehagen. Dazu werden dem Partner ebenfalls gewisse Rollen zugeschrieben, die er im wahrsten Sinne abzuarbeiten und zu leben hat, was wieder Einengung und am Ende der Verliebtheitsphase schlicht Trennung bedeutet, da kein wirkliches Vertrauen aufgebaut werden konnte. Viele über angepasste Menschen gehen sozusagen mit einem Hollywood-Drehbuch in eine Beziehung. Wenn dieses Drehbuch nicht passt und der Partner nicht nach diesem funktioniert, wird daraufhin gearbeitet, sodass es funktioniert, was Kontrolle und Manipulation voraussetzt, was ebenfalls keine Basis für eine vernünftige Beziehung darstellt, sondern eher Wut und Zorn hervorruft.

In der Erziehung eigener Kinder spiegelt sich das geringe Selbstwertgefühl vieler über angepasster Eltern so wieder, dass sie das Verhalten ihrer Kinder kontrollieren wollen, damit sie den Vorstellungen der Gesellschaft entsprechen und nicht negativ auffallen, da dieses negative Verhalten den Eltern als Versagen angelastet wird. Eine Überbehütung und das Streben nach Perfektion im Verhalten der Kinder macht aus diesen oft seelische Krüppel. Egomanen und Narzzisten werden aus solchen Konstellationen geboren, welche im Erwachsensein oft mit innerer Unzufriedenheit ihr Heil in Machtspielchen im Beruf, Beziehungen und auf anderen sozialen Ebenen suchen. Die einengende Überbehütung stülpte dem Kind sozusagen eine Art Schutzkäfig über, an denen alle negativen Einflüsse abprallten und somit eine Verarbeitung von Kritik im Erwachsenenalter kaum möglich ist. Durch das Fernhalten von negativen Einflüssen kommt es oft jedoch auch dazu, dass viele positive Einflüsse nicht erlebt worden und sich jene tiefe Unzufriedenheit manifestierte. Diese Unzufriedenheit bleibt beständig und wird ebenfalls durch Überangepasstheit kompensiert.

19.06.13

  10:29:00, von schnasti, 673 Wörter  
Kategorien: Satire

Meißen nach der Flut: Das Wasser ist weg, die Heuchelei bleibt

Mit Tränen in den Augen rekeln sich in Meißen Stadtrat und andere Plötzlich-Wohltäter vor den Kameras des Regionalsenders tvM, um ihr Mitgefühl und ihre Hilfe für flutgeschädigte Gewerbetreibende anzubieten. Mit zarten, einfühlenden Worten erklärt man den Bürgern der Stadt Meißen damit: Ihr tolles Meißen lebt nur vom Tourismus und hat eigentlich sonst nichts weiter zu bieten, schon gar nicht für seine Mitbürger.

Und das zeigt sich auch im Konsens der Möchtegern-Wohltäter. Es geht schlicht um den schnellen wirtschaftlichen Schwung, der wieder durch die Straßen von Meißen wehen muss, wobei gerade die prekär besetze Förderschule die letzte ist, die wieder den Unterricht aufnimmt, obwohl jene weit oben auf dem Kalkberg thront. Hier scheint es wohl an einem Lehrermangel zu liegen, sodass die vorher ausselektierten Schüler aus sozial schwachen Familien die letzten sind, die ihren Stoff nicht vermittelt bekommen. Die haben es ja auch nicht nötig!?

Oder wie wäre es einmal mit einer Unterstützung - oder einem Spendenaufruf - für das geschlossene Freibad in Meißen-Bohnitzsch, damit unsere Kinder nicht ein überteuertes Hallenbad im Sommer aufsuchen müssen, wo sie für zwei Stunden so viel Geld lassen, wie für den ganzen Tag im damaligen Freibad? Komisch, hier stellt sich kein Bauunternehmen mit seinen ausgebeuteten Mitarbeitern feucht-fröhlich lächelnd vor die Kamera und sagt: Wir helfen euch!

Doch der Eigennutz ist bei solchen Shows gewisser ?Helfer? leider größer als alles andere. So präsentiert man sich wohltätig als Unternehmer, Stadtrat oder wer auch immer, lässt dabei seine Knechtschaft umsonst bei Vereinen, die es oft gar nicht nötig haben, arbeiten und klopft sich dann seicht hochmütig vor der Kamera auf die Schulter. Eine tolle Promotion, um weitere Aufträge und Sympathie einzusacken, oder?

Oder was? Oder was ist mit dem Freizeitpark, ebenfalls in Bohnitzsch, der seit Jahren verkommt? Dort wo zwei Volleyballfelder, ein Fußballfeld, ein Basketballfeld, eine Minigolfanlage, ein Spielplatz für Kinder und eine Skateranlage zur kostenlosen Nutzung angeboten und auch ausreichend genutzt wurde? Diesem Verein hat damals niemand geholfen! Ach ja, dort konnten ja jene desillusionierten und desorientierten, aus sozial schwachen Familien stammenden Förderschüler endlich mal ohne wirtschaftlichen Schwung zu verbreiten toben und Spaß haben. So ein Mist aber auch. Jetzt müssen sie wahrscheinlich bei Bier und Schnaps den letzten verbliebenen Volleyballplatz am Elbsommer nutzen, wenn er denn mal frei ist. Und überlegen wir einmal: Freizeitpark und Freibad liegen äußerst nah beieinander. Im Sommer könnten Kinder und Jugendliche in Kombination beides perfekt nutzen.

Aber nein. Wir stampfen höchstens kleine, sinn- und spaßfreie Spielplätze in prekären Vierteln wie Meißen Cölln aus dem Boden. Daneben dinieren Bier und Krug bei Schnaps und Wein zum Morgen, Mittag und Abend. Jene Spielplätze, die als Attraktion eine Affenschaukel und eine zwei Meter breite zu ein Meter hohe ?Kletterwand? für jeweils zwei Kinder bieten. Da kommt Freude auf zum Nachmittag; bei 40 Grad in der Sonne, ohne Freibad in Sicht. Auch hier klopften sich damals Oberuntertan und seine Gefolgschaft wohlwollend auf die Schulter. Das peinliche an solchen Scharaden ist meiner Meinung ja immer, dass sie glauben, irgendetwas sinnvolles getan zu haben. Einfach köstlich, diese Bande.

Doch natürlich gibt es auch positive Aussichten in den Problemvierteln. Immer mehr Einrichtungen wie die Arche machen sich breit, bei denen Eltern, und auch die Stadt selbst, ihre Verantwortung für ihre Kinder und Bürger komplett abgeben können. Hier sind sie endlich von der Last der Erziehung befreit und müssen sich nicht mehr um das schwierige Kind bemühen, was zu hause ständig die Mäuse auf den Tisch tanzen lässt, da es womöglich gar nicht mehr weiß, wo es überhaupt noch hingehört. Endlich sind gestresste H4-Eltern von der Bespaßung ihrer Kinder befreit. Ja, genau jene Einrichtungen wie die Arche, die ihren Bau durch die äußerst gesunde und spenden willige Fast-Food-Kette McDonalds ermöglichen konnte. Hmm, jetzt fragt sich der gebeutelte Bürger natürlich, warum McDonalds nichts für ein Freibad spendet? Aber auch das ist leicht zu beantworten. Wahrscheinlich liegt das ehemalige Freibad nicht eine Straße weiter; 50 Meter Luftlinie von der McDonalds-Filiale entfernt. Und wahrscheinlich würden Kinder in das Freibad ohne Betreuer gehen, die versuchten, den Kinder das Einmaleins der christlichen Religion einzubläuen, um sie für jene Religion zu gewinnen.

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